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Pulse (2001)

  • 13. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

★★★★☆ (4/5)


(English review below)


Ich dachte, mit Pulse gebe ich mir einen Standard-J-Horror-Geisterfilm und hab mich auf die klassischen Tropes eingestellt. Eine Fehleinschätzung.


Mit geringstem Budget baut Pulse in schleichendem Tempo – aber mit gnadenloser Entschlossenheit – eine dermaßen dichte, beklemmende Atmosphäre auf, die sich nachhaltig in meinen Eingeweiden festsetzt.


Im Zentrum des Films steht das Thema Isolation und Einsamkeit. Im Leben, aber auch über den Tod hinaus. Die Angst vor dem Alptraum, bis in alle Ewigkeit einsam zu sein, macht der Film so greifbar, dass mir mulmig wird.


Die Kamera beobachtet lange und distanziert dunkle Räume mit teilnahmslosen Menschen. Dialoge laufen oft ins Leere und erzeugen keine Gegenreaktion. Die Figuren scheinen nur noch mit letzter Kraft auf ihre Umwelt zu reagieren. Die stumpfe, resignierte Trübseligkeit und die Verzweiflung, die dadurch spürbar wird, sind beeindruckend.


Pulse verzichtet weitestgehend auf aufwändigere Effekte, genreübliche Schminke und Schockeffekte. Stattdessen verlässt er sich zum größten Teil auf ein gekonntes Spiel mit Schatten und Dunkelheit. Das wirkt bedrohlich real.


Richtung Ende eskaliert das Ausmaß der Vorkommnisse auf einem Level, das ich nicht erwartet und selten gesehen habe.


Man muss sich auf den Film einlassen. Auf sein Tempo, seine Dialoge und seine Eigenwilligkeit. Wem das gelingt, der wird mit einem besonderen Erlebnis belohnt. Ich kenne kaum einen Film, der die Angst vor Isolation so nachhaltig und niederschmetternd darstellt wie dieser hier.


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I thought Pulse would be your typical J-horror ghost movie, so I braced myself for the classic tropes. I was clearly wrong.


On a shoestring budget, *Pulse* builds—at a snail’s pace, yet with relentless determination—such a dense, oppressive atmosphere that it lingers deep in my gut.


At the heart of the film lies the theme of isolation and loneliness—in life, but also beyond death. The film makes the fear of the nightmare of being alone for all eternity so tangible that it makes me feel queasy.


The camera observes dark rooms filled with apathetic people for long stretches, maintaining a detached perspective. Dialogue often falls flat and elicits no response. The characters seem to be reacting to their surroundings with only their last ounce of strength. The dull, resigned gloom and the despair that becomes palpable as a result is striking.


Pulse largely dispenses with elaborate effects, genre-standard makeup, and shock tactics. Instead, it relies for the most part on a skillful interplay of shadows and darkness. This feels menacingly real.


Toward the end, the scale of the events escalates to a level I didn’t expect and have rarely seen.


You have to let yourself get drawn into the film—into its pace, its dialogue, and its idiosyncrasies. I managed to do that. I can hardly think of a film that portrays the fear of isolation as persistently and oppressively as this one does.

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